Mercedes S-Klasse: Rückruf 17121R betrifft die Bremsen, nicht Takata
Korrektur: Der KBA-Rückruf 17121R der Mercedes S-Klasse (06/2019–11/2024) betrifft undichte Bremsschläuche – nicht Takata-Airbags.

Korrektur: In einer früheren Fassung dieser Seite und im Rückruf-Check war der Mercedes-Rückruf 17121R fälschlich als Takata-Rückruf eingeordnet. Das war falsch. Die Aktion betrifft die Bremsanlage der S-Klasse (Baureihe 223, mit Luftfederung): Undichte vordere Bremsschläuche können die Bremswirkung vermindern, die Maßnahme ist der Austausch dieser Schläuche.
Eckdaten der Bremsen-Aktion
- KBA-Referenz 17121R, Herstelleraktion 4391103, veröffentlicht am 23.10.2026
- Produktionszeitraum 05.06.2019 bis 28.11.2024
- Deutschland: 11.828 Fahrzeuge, weltweit: 215.231 Fahrzeuge
Was heißt das für Takata?
Der Rückruf 17121R hat mit Takata-Airbags nichts zu tun. Daraus folgt aber nicht, dass jede Mercedes-Baureihe frei von Takata-Airbags wäre: Für Vito/Viano, Sprinter, E-Klasse und SLS AMG führt das KBA echte Takata-Aktionen (siehe Mercedes-Seite im Rückruf-Check). Der ADAC weist außerdem darauf hin, dass fehlerhafte Airbags auch später bei Reparaturen eingebaut worden sein können.
Was Halter tun können
- Bei einer S-Klasse der Baureihe 223: FIN beim Hersteller oder in der Vertragswerkstatt auf den Bremsen-Rückruf prüfen lassen.
- Für Airbags gilt weiterhin: FIN beim Hersteller prüfen; nur er weiß, welche Airbags konkret verbaut wurden.
- Wurde das Fahrzeug nach einem Unfall repariert, bei der Werkstatt nach den verbauten Airbag-Teilen fragen.
Quellen
- KBA-Rückrufdatenbank (Referenz 17121R)
- auto.news: Opel macht Takata-Airbag zu schaffen, Mercedes ruft die S-Klasse zurück
Stand der Recherche: 4. November 2026. Verbindlich sind nur Auskünfte von Hersteller und Kraftfahrt-Bundesamt.


